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  • katrinbunner

Bulgogi trifft Rapunzel | Korea meets Pfalz


Von meiner Asienreise im September habe ich eine weitere Spezialität mitgebracht, die hierzulande schon ganz gut bekannt ist. Das koreanische Feuerfleisch BULGOGI. Man serviert es dort in zahlreichen Variationen, mit den unterschiedlichsten Gemüsen und mit Reis. Ich habe es für dieses Rezept mit Pfälzer Rapunzeln, unserem heißbeliebten winterlichen Feldsalat vermählt. In Korea wird für die Marinade die wunderbar aromatische Nashi-Birne verwendet. Diese ist allerdings bei uns nur selten erhältlich, daher kommt bei mir eine Williams Christ Birne zum Einsatz. Beim Rindfleisch hingegen sollte der Kompromiss nicht allzu groß ausfallen. In Seoul genossen wir wunderbar marmoriertes koreanisches Rindfleisch der allerbesten Qualität, kräftig im Geschmack und zart-schmelzend auf der Zunge. Um eine ähnliche Gaumenhaptik zu erzielen, habe ich für das Rezept daheim ein Stück vom R gut abgehangenen Rinderfilet gewählt (perfekt wäre es vom Wagyubeef). Es ist in wenigen Sekunden gebraten und bringt die richtige Textur mit.


Das Gericht kann als Vorspeise für 4-6 Personen gereicht werden, ist aber auch -vielleicht mit etwas Reis als Begleiter- eine vollständige Abendmahlzeit für nur 2 Genießer.


Zutaten:

400 g Rinderfilet

2 EL geröstetes Sesamöl

2 EL Sesam, geröstet

1 Birne

3 Stangen Sellerie

1 EL Rohrohrzucker

4 EL Sojasoße

1 EL Mirin oder Reiswein

1 Chilischote

1 Bund Lauchzwiebeln

ein Paar Zweige Koriander

3-4 EL Erdnussöl (nicht geröstet) oder alternatives Bratöl


200 g Rapunzel/Feldsalat

Dressing:

80 ml Avocadoöl (alternativ mildes Olivenöl)

2-3 EL Zitronensaft

je 1 EL Senf und Apfelsüße (oder Ahornsirup/Agavendicksaft)

½-1 TL Salz

Pfeffer





Zubereitung:

Sesam in einer Pfanne ohne Fett rösten und zum Abkühlen beiseitestellen.


Danach die Marinade herstellen. Dazu die Birne schälen und fein reiben. Die Selleriestangen ebenfalls fein reiben. In einer Schüssel mit dem Sesamöl, der Sojasoße, dem Zucker, der Hälfte des gerösteten Sesams, der feingehackten Chilischote und 2 klein geschnittenen Lauchzwiebeln gut vermengen.


Das Rinderfilet längs halbieren und dann quer zur Faser 2 mm dünne Scheiben schneiden. Mindestens 1/2 Stunde bei Zimmertemperatur marinieren. Man kann es auch ein paar Stunden vorher einlegen, dann aber die Schüssel abdecken und das Fleisch im Kühlschrank aufbewahren.


Während das Fleisch mariniert, den Feldsalat gründlich putzen und das Dressing rühren. Die restlichen Lauchzwiebeln in 1 cm große Stücke schneiden.


Eine große Pfanne mit Bratöl sehr hoch erhitzen und die Filetstücke bei hoher Hitze kurz und kräftig anbraten (Vorsicht, das spritzt). Man kann das Fleisch auch sehr gut auf einer Teppanyakiplatte oder einer Planche auf dem Grill zubereiten. Kurz vor Ende die Lauchzwiebeln kurz mit durchschwenken.


Den Salat mit dem Dressing vermischen und in Bowls verteilen. Das gebratene Fleisch obenauf geben. Mit dem restlichen Sesam bestreuen und mit ein paar Korianderblättchen ausgarnieren. Und wer es gern scharf liebt, gibt noch ein wenig klein geschnittene Chili on top.


Dieses Gericht ist super schnell gekocht, und ich wünsche euch nun einen guten Appetit.

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